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   Waldviertel  
Die Region Sehenswertes

Beschreibung

Überblick

Das Waldviertel, altertümlich Viertel ober dem Manhartsberg, ist der nordwestliche Teil des österreichischen Bundeslandes Niederösterreich.

Seit der Bildung der Politischen Bezirke 1868 haben die Viertel in Niederösterreich keine rechtliche Grundlage mehr und sind reine Landschaftsbezeichnungen. Dabei wurde die ältere Kreiseinteilung ersetzt, die sich noch an den alten Vierteln orientierte.

Im Süden bildet die Donau die Grenze zum niederösterreichischen Mostviertel. Im Uhrzeigersinn von Südwesten nach Osten angrenzende Regionen sind das oberösterreichische Mühlviertel, das tschechische Südböhmen und das niederösterreichische Weinviertel mit dem markanten Höhenzug Manhartsberg (537 m).

Das Waldviertel umfasst eine Fläche von etwa 4.600 km² und wird von etwa 220.000 Personen bevölkert, dies entspricht weniger als 50 Einwohner je km².

Verglichen mit den politischen Grenzen umfasst die traditionell-landschaftliche Abgrenzung die Bezirke Gmünd, Horn, Krems, Waidhofen an der Thaya und Zwettl, dazu den Bezirk Melk nördlich der Donau sowie die westlichsten Teile des Bezirkes Hollabrunn (wie die Gemeinden Hardegg, Maissau und Mühlbach am Manhartsberg). Kleinere Ostteile der Bezirke Krems und Horn hingegen werden zum Weinviertel gerechnet. Die wichtigsten Städte sind neben Krems die Bezirkshauptstädte Gmünd, Horn, Waidhofen an der Thaya sowie Zwettl.

Zu den strukturstärksten Gebieten des Viertels gehört die Flusslandschaft Wachau mit ihren Hauptorten Krems an der Donau und Spitz an der Donau. Geologisch betrachtet liegt die Wachau zu beiden Seiten der Donau im Waldviertel, denn auch der Dunkelsteinerwald gehört zur Böhmischen Masse.

Im Zentrum des Waldviertels befindet sich der nach dem „Anschluss“ 1938 angelegte Truppenübungsplatz Allentsteig, der mit 157 km² gut 3 % der Fläche einnimmt.

Berge

Der Tischberg ist mit 1063 Metern der höchste Berg des Waldviertels. Der Große Peilstein ist mit 1061 Metern der höchste Berg im Ostrong-Massiv und der höchste Berg des südlichen Waldviertels.

Kultur, Sehenswürdigkeiten, Tourismus

Kulturelle Anziehungspunkte sind neben Krems, dem Kamptal und der Wachau die Wallfahrtsorte Maria Dreieichen, Maria Taferl und Maria Laach am Jauerling, die Stifte Altenburg, Geras und Zwettl sowie zahlreiche Burganlagen wie etwa Rappottenstein, Ottenstein oder die Rosenburg. Stark besucht ist auch das Ausflugsgebiet rund um die Kampstauseen. Besuchenswerte Museen gibt es in den Städten Horn, Drosendorf-Zissersdorf, Eggenburg, Raabs an der Thaya und Zwettl.

Weiters ist auch die Ysperklamm [16] als Sehenswürdigkeit im südlichen Waldviertel anzuführen. Für Naturliebhaber stehen die verschiedenen Naturparke in Gmünd (Blockheide Gmünd), Dobersberg, Geras, Heidenreichstein (Heidenreichsteiner Moor), Schrems (Hochmoor Schrems mit Unterwasserreich), Kamptal-Schönberg und der skandinavisch anmutende Naturpark Nordwald im Bereich Bad Großpertholz zur Verfügung.

Eisenbahnliebhaber finden im Waldviertel verschiedene touristische Bahnen. Ab Gmünd verkehren die Waldviertler Schmalspurbahnen nach Norden Richtung Litschau mit Abzweig nach Heidenreichstein sowie nach Süden Richtung Groß Gerungs. Ab Drosendorf verkehrt im Sommer die Lokalbahn Retz–Drosendorf Richtung Weinviertel und in der Wachau kann man zwischen Krems und Emmersdorf die Donauuferbahn oder auch Wachauer Bahn nutzen. Am südlichsten Punkt des Waldviertels befindet sich das älteste Donaukraftwerk Österreichs, das Kraftwerk Ybbs-Persenbeug.